FAQ

Farbunterschiede

Teppichboden wird je nach Artikel hintereinander in Chargengrößen zwischen 500m² und 3000m² in einer Breite gefertigt. Obwohl das Rezept für die Farbe konstant bleibt, kann es passieren, dass bei der Reproduktion Farbunterschiede entstehen, da diese von Charge zu Charge etwas variieren. Unsere Farben werden jedoch immer der Ursprungsfarbe angeglichen, ein Farbunterschied ist aus produktionstechnischen Gründen jedoch nicht vermeidbar. Dieser Prozess basiert zwar nicht auf einer exakten Wissenschaft, aber dennoch ist sie in der Regel durch die große Erfahrung unserer Färber sehr professionell. Ein höheres Maß an Toleranz gibt es bei den gemischten Faser Teppichen (Heathers usw.). Um die perfekte Farbgebung sicherzustellen, ist es ratsam, dass die Böden in einer einzigen Breite verwendet werden, somit ist bei der Verlegung die exakte Farbabstimmung gegeben. Es ist sicherzustellen das der Teppichboden in einer Verlegerichtung nach aufsteigenden Rollennummern verlegt wird. Für weitere Informationen und Empfehlungen wenden Sie sich bitte an den Hersteller.

Muster

Die Farben von Mustern können von den Warenlieferungen leicht abweichen.

Fusselbildung

 Alle neuen Teppichböden verlieren kurze Faserstücke, die während der Produktion durch das Scheren anfallen. Ebenso durch die das Schneiden des Teppichbodens während des Verlegens. Diese Fasern erscheinen dann als „Flaum“. Diese Menge des „Flaums“ ist von der Art des Garns abhängig, allerdings besteht keine nachteilige Auswirkung auf die Qualität des Teppichs, eine einfache Reinigung, Saugen, beseitigt alle Rückstände ohne dem Teppich zu schaden.

Gezogene Schlingen

Sollten Schlingen aufgezogen werden (nur in Schlingenware), wobei sich ein oder mehrere Schlingen gezogen haben, so ist dies in der Regel auf eine äußere Einwirkung auf den Teppich zurück zu führen, z.B. durch einen spitzen Gegenstand, der sich in die Schleife eingefädelt hat und dann unter Belastung herausgezogen wurde. Sie sollten nicht weiter herausgezogen werden, da sich sonst eine „Laufmasche“ weiterentwickelt.

 Sprossenbildung

Gelegentlich kann es passieren, dass ich ein Büschel oder zwei den Weg an die Oberfläche bahnen, sie stehen dann stolz über dem Flor. Dies ist darauf zurück zu führen, dass es sich um das Ende eines Kettelfadens handelt, der an dieser Stelle nicht wie üblich in V-Form sondern in J-Form eingewebt wurde. Abhilfe schafft hier das einfache Abschneiden auf die normale Flor-Höhe, bitte vermeiden Sie dabei auf jeden Fall ein Ziehen an diesem Faden.

Schattierungen

Schattierungen treten auf, weil z.B. der Teppich gedrückt wurde oder aber beim Saugen in eine andere Richtung gebürstet wurde. Die Schattierungen sind auf Lichtreflexionen zurück zu führen. Aus verschiedenen Blickwinkeln erkennt man dann helle und dunkle Stellen auf dem Teppich. Dies fällt einem vor allem bei unifarbenen oder kurzflorigem Teppichen auf, bei gemusterten und höherflorigem fällt dies nicht so ins Gewicht, da sich dadurch die Schattenbildung verschleiert.

Statische Aufladung

Die Teppiche selbst produzieren keine statische Aufladung, sind aber in der Lage, wie auch andere Gegenstände und Stoffe, diese zu speichern. Statische Elektrizität entsteht durch die Bewegung von Personen in trockener Umgebung, sie entlädt sich dann bei Kontakt mit Gegenständen, die Leitfähig sind (Türgriffe oder Aktenschränke usw.) Dabei variiert die Intensität der statischen Aufladung je nach der individuellen Luftfeuchtigkeit und der Materialien. Es kommt zu einer höheren statischen Aufladung z.B. bei synthetischen Fasern, da diese kaum Feuchtigkeit beinhalten, allerdings kann es zu einer solchen Aufladung auch bei Wollfasern kommen in einem sehr trockenem Raumklima. Vorbeugende Maßnahmen sind hier die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit oder die Verwendung eines ableitfähigen Klebers bei der Verarbeitung mit dem entsprechenden für den Einsatz ausgelegten Teppichboden.

Verblassen von Wollteppichen

Teppiche aus Wolle können im Einsatz verblassen. Der Grad der Aufhellung ist abhängig von der gewählten Farbe und der lokalen Bedingungen, denen der Teppich ausgesetzt ist. Verblassen kann durch die Einstrahlung von ultraviolettem Licht, wie es im Tageslicht vorkommt, aber auch bei direkter Sonneneinstrahlung auf dem Teppich beschleunigen. Die Farbe des Teppichs verhält sich hier ebenso wie das menschliches Haar gegenüber Sonnenlicht, Wolle ist bekanntlich das Haar der Tiere. Daher sollte man auch seine Teppiche, genau wie Möbel oder Textilien vor solchen Einflüssen beschützen. Eine Reklamation über die Verblassen wäre nur dann der Fall, wenn sie nicht dem erforderlichen Standard „British Standard. BS1OO6 (1990)“ entspricht. (siehe hierzu auch Schattierungen) Zu Schattierung (Shading), kann es kommen, wenn der Teppich oder Flor seine Richtung ändert, er reflektiert das Licht und aus verschiedenen Blickwinkeln zeigen sich dadurch die Schattierungen, manche sind dauerhaft, je nach dem wie schwerwiegend die Schädigung des Flors ist. Man spricht dann auch von "Wasserzeichen". Das kann bei jeder Teppichart passieren, sei es Axminster, Wilton, Tufted, Woven Hand, Persisch, chinesische, indische oder sogar Coir Matting-Teppichen. Diese Schattierungen treten bei einfarbigen Teppichen stärker zum Vorschein, da keine schweren Muster die Auswirkungen verschleiern. Solche Reflektionen können bereits sehr schnell nach der Verlegung auftreten. Es wurden zur Vermeidung bereits viele Forschungen durchgeführt, eine wirklich schlüssige Erklärung hierzu gibt es bis heute nicht. Es ist bis heute kein Herstellungsprozess bekannt, der die Ursache oder Vermeidung dieses Phänomens verhindern kann. Fest steht nur, dass es kein Fehler ist, der durch die Fertigung entsteht. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den Hersteller und bitten Sie um Empfehlungen.

Grundsätzlich ist der Effekt kein Reklamationsgrund, da hier keine produktionsbedingte Gründe vorliegen

Druckstellen

Wenn der Flor einer punktuellen schweren Belastung ausgesetzt ist, wie unter Beinen von Möbeln, ist eine Schädigung nicht auszuschließen. Dabei gilt die Regel, dass der Flor längere Zeit benötigt, um sich zu erholen, je länger er der Belastung ausgesetzt war. Ebenso verhält es sich, wenn schwere Lasten den Flor geschädigt haben, je schwerer, desto länger benötigt er, bis er sich vollends wieder aufgerichtet hat. Es kann allerdings auch passieren, dass sich die Schäden bis auf die Trägerebene hinein fortsetzen, dies ist davon abhängig, wie dicht bzw. wie dick der Flor ist. Sollte dies eingetreten sein, so ist ein Wiederaufrichten des Flors ggf. unmöglich.

Es sollte deshalb in Erwägung gezogen werden, bei schweren punktuellen Belastungen, Unterlagen zu verwenden, dadurch verteilt sich der Druck auf den Teppich und es kommt zu einer weniger großen Schädigung. Die Fähigkeit eines Teppichs sich von einer starken Belastung zu erholen kann nach der Prüfmethode BS 4939 untersucht werden. Viele Hersteller haben Daten über diesen Vorgang. In diesem Test wird der Flor für 24 Stunden starker Belastung ausgesetzt, es wird dann nach bzw. 24 Stunden gemessen, inwieweit sich die Schädigung erholt hat. In manchen Fällen kann eine Reinigung (mit Vakuum und rotierender Bürste) von Vorteil sein. Der Flor erholt sich dann schneller. Bei schweren Eindrücken kann man den Vorgang auch unterstützen, in dem man ihn vorsichtig mit einem Dampfbügeleisen bedampft, bzw. ein feuchtes Tuch dafür einsetzt. Es sollte allerdings eine zu große Durchnässung vermieden werden. Bei schweren Schäden kann man auch mit einer stumpfen Nadel vorsichtig am Flor ziehen.

Laufspuren

Zu einer Abflachung des Flors kann es als Folge des normalen Benutzens kommen, dabei wir der Flor durch eine ständige Beanspruchung „planiert“. Dies tritt vor allen dort auf, wo die wichtigen Bereiche liegen. Alle Laufspuren treten unterschiedlich stark auf, sie sind abhängig von der Höhe des Flors (Faserdichte, Florfaser, Höhe und Gewicht).

Bodenreinigung

Verschmutzungen lassen sich durch das Benutzen des Teppichbodens nicht vermeiden. Wir als Hersteller können leider nicht verhindern, dass es zu einer Verschmutzung kommt. Es gibt die unterschiedlichsten Verschmutzungen. Recht häufig sind es:

Verschüttete Flüssigkeiten - wie alkoholfreie Getränke, Sirupe oder zuckerhaltige Getränke, und insbesondere heiße Getränke, es ist dabei sehr wahrscheinlich dass diese einen Fleck hinterlassen. In solchen Fällen sollte auf professionelle Hilfe zurückgegriffen werden.

Shampoo - falsch angewandt, können diese klebrigen Seifenrückstände in die Fasern hinterlassen, die dazu führen, dass die Wiederverschmutzung wieder recht schnell eintritt.

Staub – und das ist die häufigste Verschmutzung des Teppichs, Staub kann auf unterschiedliche Art und Weise auftreten. Nicht nur an den Kanten, Sockelleisten kann es zu einer Verschmutzung kommen. Auch können dunkle Linien, dunkle Flecken sichtbar werden, die durch einen schlechten Untergrund hervortreten. Ggf. wird durch die Untergründe der Teppiche Staub nach oben gebracht (Vakuumwirkung), z.B. auch, wenn kleine Löcher im Teppichuntergrund vorhanden sind. Der Teppich fungiert dann als Filter. Um dieses Phänomen zu vermeiden, sollte der Untergrund vor Auslegen des Teppichs mit einer Sperrfolie ausgelegt werden. Das entfällt natürlich bei einem fest verklebten Teppichboden. In der Verantwortung des Händler liegt es, Sie beim Teppichkauf zu beraten, vor allem wenn es beim Auslegen offensichtlich wird, dass der Teppich an schlecht eingebrachten Türen, Fußleisten oder durch den Untergrund Beschädigungen davon tragen kann. Es sollten alle Abhilfemaßnahmen durchgeführt werden, damit sich eine spätere Reklamation vermeiden lässt.

 

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